Bayern setzt mit dem Geodateninfrastrukturgesetz als erstes Land die Musterempfehlung für die Länder zur INSPIRE-Richtlinie der Europäischen Union um

Pressemitteilung des Landesamt für Vermessung und Geoinformation:

Mit dem Geodateninfrastrukturgesetz setzt Bayern als erstes Land die Musterempfehlung für die Länder zur INSPIRE-Richtlinie der Europäischen Union um. Bayern schafft damit Maßstäbe für mehr Service für Bürger und Wirtschaft. Auch

für die Verwaltung ergeben sich zahlreiche Vorteile aus dem weiteren Meilenstein beim Ausbau der eGovernmentstrukturen“, stellte Finanzminister Erwin Huber nach der einstimmigen Annahme des Gesetzes durch den Bayerischen Landtag am 16. Juli 2008 fest.

Eine nationale Geodateninfrastruktur, an der Bund, Länder und Kommunen beteiligt seien, sichere nach den Worten von Huber den raschen, ungehinderten Zugriff auf Geodaten. Die Geodateninfrastruktur Bayern bereite Geodaten der öffentlichen Verwaltung digital auf. Mindeststandards sichern die breite Verwendbarkeit der Geodaten beispielsweise in Internetdiensten. Ein einfacher Zugang straffe Prozessein der Verwaltung und in der Wirtschaft.

Mit dem neuen Gesetz werde, wie Huber betonte, der rechtliche Rahmen für den Ausbau und den Betrieb der Geodateninfrastruktur geschaffen. Wesentliche Regelungen seien die standardisierte Bereitstellung von digitalen Geodaten der öffentlichen Verwaltung, der Ausbau und Betrieb einer Geodateninfrastruktur in Bayern sowie die Harmonisierung der Zugangsbedingungen, Nutzungsbedingungen, Kosten und Lizenzen. Damit werde ein Instrument geschaffen, das den Zugang zu und die Nutzung von Geodaten für Bürger und Bürgerinnen, Verwaltung und Wirtschaft vereinfache. Wie wichtig dieser Bereich sei, zeige die Tatsache, dass 80 Prozent aller Verwaltungsaufgaben Raumbezug hätten. Alle Daten mit Raumbezug seien Geodaten. Der Geobereich gelte neben der Bio- und der Nanotechnologie als der Wachstumsmarkt der kommenden Jahre.

Das neue Gesetz ermögliche beispielsweise parallele sowie zeit- und ortsunabhängige Bearbeitungen in den Ämtern. Gesteigert werde auch die Auskunftsfähigkeit der Behörden durch umfassende und schnelle Recherchemöglichkeiten. Der erleichterte Zugang der Wirtschaft zu Geodaten der öffentlichen Verwaltung finde bei den beteiligten Verbänden breite Zustimmung und erschließe neue Wertschöpfungspotentiale, hob Huber hervor.

Weitere Informationen unter: http://www.geodaten.bayern.de

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