Deutscher Dachverband für Geoinformation zieht Bilanz: Politische Arbeit 2005 erfolgreich fortgeführt
Begleitet durch personelle Veränderungen in den Verbandsgremien im Oktober 2004 sowie dem Geschäftsstellenwechsel vom Januar 2005 nach Dortmund setzt der Deutsche Dachverband für Geoinformation e. V. (DDGI) seine politische Lobbyarbeit im Geschäftsjahr 2004 / 2005 erfolgreich fort.

Auftakt der politischen Arbeit im Jahr 2005 war das Gespräch des Präsidenten des DDGI e.V. Dr. Bodo Bernsdorf mit dem Staatssekretär im Bundesinnenministerium Dr. Göttrik Wewer, der den interministeriellen Ausschuss der Bundesregierung für Geoinformations­wesen leitet. „Mit ihm gibt es nunmehr den vom DDGI seit langem geforderten Bundes­beauftragten für das Geoinformationswesen“, so Dr. Bernsdorf.

Als Ergebnis der regelmäßig stattfindenden parlamentarischen Expertenrunden in den Bundesländern entstanden eine Reihe politischer Statements: so wurde z. B. anlässlich des „Tages der Geoinformationswirtschaft“ im NRW-Landtag die Erklärung „Zukunft Geoinformationsmarkt“ veröffentlicht. Im Sommer 2005 konnte der „Bericht der Bundesregierung über die Fortschritte zur Entwicklung der verschiedenen Felder des Geoinformationswesens im nationalen und europäischen Kontext“ vorgelegt werden.
In der vom Bund gegründeten und dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit zugeordneten Kommission für Geoinformationswirtschaft (GIW-K) hat der DDGI das Memorandum intensiv mitgestaltet und arbeitet weiterhin aktiv in verschiedenen Leitprojekten mit. Auf fachlicher Ebene hat der DDGI e.V. hierfür die Fachgruppe „Geoinformationswirtschaft“ gegründet, um die Brancheninteressen optimal zu vertreten und die Arbeit der Kommission bestmöglich zu unterstützen.
Ein großes Politprogramm plant der DDGI e.V. auch für die kommenden Monate. Der neugewählte Bundestag nimmt im Januar 2006 seine gesetzgeberische Arbeit auf. Am 19. Januar haben der DDGI und BDVI neu gewählte Mitglieder des Bundestages in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin zu Gast. Am 15. Februar veranstaltet der DDGI das „1. Deutsche GeoForum“ in der Hamburger Landesvertretung, zu dem kommunale Teilnehmer erwartet werden, die dort Verantwortung für dieses Thema tragen.
Der DDGI e.V. wird sich auch künftig noch stärker für die Nutzbarmachung von Geoinformationen einsetzen und zieht damit die Konsequenz aus der zunehmenden Bedeutung der Geoinformation als wesentlicher Wirtschaftsfaktor. „Wir wollen viele Verantwortliche für Geoinformation in Bund, Ländern und Gemeinden erreichen, um in der Frage der einheitlichen Erhebung und Verwertung von Geoinformationen ein Stück weiterzukommen“, konstatiert der Präsident des DDGI, Dr. Bodo Bernsdorf. „An uns ist es nun, nach diesen Erfolgen Geschwindigkeit bei der Umsetzung einzufordern. Und hier gilt: Das Datum hat keinen Wert, wenn es nicht wirtschaftlich nutzbar ist. Und nutzbar im Sinne von „werthaltig“ wird Geoinformation erst, wenn sich Fragestellungen damit beantworten lassen, wenn Prozessverbesserungen generiert werden und letztendlich Arbeitsplätze durch wirtschaftlichen Erfolg gesichert werden.“

Was leistet der DDGI e.V.?
Der DDGI e.V. verhilft mit seiner politischen Lobbyarbeit der Branche zum notwendigen Gehör und nennt die Themen, die im jeweiligen Bundesland und auf Bundesebene verbesserungswürdig sind. So werden Angebot, Zugänglichkeit und Verwendbarkeit von Geodaten optimiert und der volks­wirtschaftliche Nutzen gebündelt. Doch der Verband ist nicht nur in Deutschland, sondern auch international aktiv. Auf europäischer Ebene vertritt der DDGI die deutschen Interessen im europäischen Dachverband European Umbrella Organisation for Geographic Information (EUROGI).