Die konstituierende Sitzung der Fachgruppe "Ressourcensicherung & Umweltschutz" findet am 14. November 2005 statt. 

Aufgabe der Fachgruppe „Ressourcensicherung & Umweltschutz“ soll es sein, ausgehend von einer Charakterisierung der in den Jahren gewachsenen Verknüpfung zwischen Ressourcensicherung, Umweltschutz und Geoinformatik die trotzdem immer noch vorhandenen Kommunikations- und Handlungsdefizite zu benennen, Lösungen zur ihrer Überwindung zu erarbeiten und die Potentiale für den Einsatz von Geoinformation zu erkennen und dies vor allem vor dem Hintergrund einer zunehmenden Beachtung der Thematik in Politik und Wirtschaft, in Deutschland und in Europa.

Die Entscheidungsvorbereitung und Aufgabenbearbeitung in den Bereichen Ressourcensicherung und Umweltschutz ist von der Aufbereitung und Auswertung einer Vielzahl von Informationsquellen abhängig, die im hohen Grade raumbezogen sind. Deshalb spielen Geoinformationen und auf ihnen basierende IT Anwendungen hier traditionell eine bedeutende Rolle. Aber obwohl Geobasisdaten seit vielen Jahren zum Einsatz kommen und die Entwicklung von Fachinformationssystemen eine gewisse Reife erreicht hat, gibt es noch eine Reihe von Defiziten, die eine effiziente und wirtschaftliche Nutzung von Geoinformation verhindern.

Hier sind zum Beispiel zu nennen: Heterogene Preis- und Vertriebsmodelle bei den Geobasisdaten, zu hohe Beschaffungskosten, fehlende Datenmodelle und kaum Standards bei Beschreibung und Vorhalten von Fachdaten sowie das Fehlen von Portallösungen, die attraktive Geschäftsmodelle und Fachinformationssysteme und – anwendungen in geeigneter Art und Weise integrieren. Zudem konstatieren wir weiterhin enorme Qualitätsunterschiede bei den Fachdaten, fehlende Metadaten und (noch zu) hohe Anschaffungskosten und Wartungsanfälligkeit bei mobilen Erfassungsgeräten für die Feldarbeit.

Es ist anzunehmen, dass aufgrund mangelnder Geobasis- und Fachdatenverfügbarkeit die Möglichkeiten, die in der Verarbeitung von Geodaten in der Ressourcensicherung und im Umweltschutz stecken, (noch) nicht ausgenutzt werden können und die Potentiale, auch im Hinblick auf neue Einsatzmöglichkeiten, nur unzureichend bekannt sind. Dies ist auch deshalb misslich, weil sich neue Betätigungsfelder zukünftig gerade durch Verschneidung von „Ressourcensicherung & Umweltschutz“ mit Bereichen ergeben, die sich bislang nicht oder nur zögerlich mit Geoinformationen auseinandersetzen (wie z.B. Katastrophenschutz, Veterinärwesen / Tierseuchen, Flächenmanagement).

In der konstituierenden Sitzung, die für den 14. November in Dortmund geplant ist, sollen Aufgaben und Ziele der Fachgruppe diskutiert und ein Handlungsrahmen abgesteckt und abgestimmt werden.

Gez. Dr. Michael Heiß

 

Anmeldungen zur konstiutierenden Sitzung nimmt die Geschäftsstelle bis Freitag, den 11. November 2005 entgegen.