NUTZUNG VON GEOINFORMATIONSTECHNOLOGIEN IM RAHMEN DES FLÜCHTLINGSMANAGEMENTS IN DEUTSCHLAND UND ZUR BEKÄMPFUNG VON FLUCHTURSACHEN IN DEN HERKUNFTSLÄNDERN


Inhalt:

I. Status Quo
II. Bedarf
III. Empfehlungen
IV. Ansprechpartner für weitere Informationen
Anhang A: Beispiele
Beispiel 1: Ortspläne speziell für Flüchtlinge (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, LGLN)
Beispiel 2: Baulücken- und Leerstandskataster(Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, LGLN)
Beispiel 3: Karten- und Routingdienste (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, BKG)
Beispiel 4: Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung Bund (KoSt FV Bund)
Beispiel 5: Geo-IT-Infrastruktur für das Flüchtlingsmanagement in Rheinland-Pfalz und im Kreis Bernkastel-Wittlich
Beispiel 6: Monitoring von Fluchtrouten und Flüchtlingslagern mit Satellitenbildern
Anhang B: Mitglieder der Taskforce

pdf Positionspapier - Geoinformation und Flüchtlingsmanagement (1.52 MB) (DE) als PDF-Download

pdf Position Paper Geoinformation and Refugee Management (1.63 MB) (EN) als PDF-Download


I. Status quo

Wie die im Anhang aufgeführten Praxisbeispiele belegen, werden Geoinformations-technologien (GeoIT) bereits heute an vielen Stellen im Rahmen der Flüchtlingshilfe eingesetzt. Dabei ist zwischen der Nutzung der Technologie für das Flüchtlingsmanagement in Deutschland und GeoIT-Anwendungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen u.a. im Rahmen der Entwicklungshilfe in den Herkunftsländern zu unterscheiden. Eine flächendeckende koordinierte Nutzung von GeoIT, die auch dem aktuellen Stand der Technik und somit dem Potential der GeoIT gerecht werden, ist derzeit jedoch nicht festzustellen. Verfügbare Geodaten, insbesondere öffentliche Geoinformationen von Kommunen, Bund und Ländern werden derzeit noch nicht in vollem Umfang genutzt, da der Zugriff auf diese Informationen oftmals datenschutz- bzw. lizenzrechtlich und/oder technisch eingeschränkt ist. Erste Initiativen u.a. des LGLN (vgl. Bsp. 1und 2) und des BKG (vgl. Bsp. 3) aber auch des BBK (vgl. Bsp. 4) aus Rheinland-Pfalz (vgl. Bsp. 5) zeigen jedoch, dass diese Hürden auch kurzfristig überwunden werden können und die räumliche Verortung von Informationen auf digitalen, interaktiven Karten rasch Transparenz und Überblick verschafft.

Ursache für die Flüchtlingssituation sind zumeist humanitäre Krisen aufgrund von ethnischen, religiösen und ökonomischen Konflikten oder auch aufgrund von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überflutungen und Dürren. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sind bereits GeoIT-Verfahren wie z.B. die Fernerkundung zur Bekämpfung von Fluchtursachen und zum Monitoring der Fluchtrouten und Flüchtlingslager (vgl. Bsp. 6) im Einsatz, bedürfen jedoch der Verbesserung (vgl. hierzu auch die Studie „Fernerkundung: Anwendungspotenziale in Afrika“ des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag unter www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/berichte/TAB-Arbeitsbericht-ab154.pdf).

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II. Bedarf

Die Verwendung von Geoinformationstechnologien kann die Flüchtlingshilfe in Deutschland und auch die Bekämpfung von Fluchtursachen in den Herkunftsländern in vielfältiger Weise unterstützen. Hierzu zählen u.a.:

  • Bereitstellung von Ortsplänen mit der Darstellung von Orten von Interesse (OVI) für die Flüchtlinge und Helfer (vgl. Anhang Bsp. 1)

  • Ermittlung von leer stehenden Gebäuden als mögliche Flüchtlingsunterkünfte (vgl. Anhang Bsp. 2)

  • Karten- und Routingdienste für Flüchtlinge und Helfer (vgl. Anhang Bsp. 3)

  • Webdienste zur gezielten Suche nach OVI für die Flüchtlinge und Helfer

  • Nutzung von Geoinformationen bei Naturkatastrophen zur Unterstützung der Hilfe vor Ort in den Herkunftsländern wie z.B. der Copernicus Emergency Management Service (vgl. http://emergency.copernicus.eu/mapping/)

  • Nutzung von GeoIT zur Analyse hinsichtlich ethnischer, religiöser, und auch ressourcennutzungsbezogener /ökonomischer Konfliktpotentiale und Nutzung der Informationen u.a. in der Entwicklungszusammenarbeit (vgl. hierzu auch www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/berichte/TAB-Arbeitsbericht-ab154.pdf)

  • Schnelle Aktualisierung relevanter Geoinformationen für die Flüchtlingshilfe im In- und Ausland u.a. über Social-Media Dienste (Apps) und Fernerkundung

  • Fernerkundliches Monitoring von Grenzübergängen zwischen Herkunftsländern oder zu Europa, von Küsten usw., um an Hand von Menschenansammlungen, Camps etc. aktuelle Hinweise über Flüchtlingszahlen, Fluchtrouten, Schleuseraktivitäten zu erhalten und politische und Hilfsmaßnahmen frühzeitiger planen zu können (vgl. Anhang Bsp. 6)

  • Nutzung von GeoIT bei Planung und Betrieb von Erstaufnahmeeinrichtungen (Belegungen, Kapazitäten, Identifikation von Landesliegenschaften, Editierung zur Aktualisierung etc.)

  • Raumanalytische Begleitung der Flüchtlingsintegration, dadurch frühzeitige Erkennung sozialer Konflikte, Enklavenbildung etc.

Insgesamt kann durch einen integrierten Informationsansatz mit GeoIT in Lagezentren und Krisenstäben mehr Transparenz, ein schneller Überblick und somit eine Optimierung von Entscheidungen realisiert werden.

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III. Empfehlungen

Aus Sicht des DDGI kann durch die Nutzung von GeoIT das Flüchtlingsmanagement erheblich verbessert werden. Die Anwendung von GeoIT in den Herkunftsländern soll zudem intensiviert werden, um mittel- bis langfristig eine Reduktion der Migrationsbewegungen zu erreichen. Dazu können u.a. folgende Maßnahmen beitragen:

  • Stärkung der ressortübergreifenden Zusammenarbeit und der Kooperation über alle Verwaltungsebenen hinweg durch Austausch von Best-practice Erfahrungen und durch Einrichtung bundesweit verfügbarer GeoIT-Dienste für das Flüchtlingsmanagement

  • Integration von GeoIT-Experten in die Krisenstäbe und Lagezentren u.a. von Bund und Ländern

  • Anbindung aller für das Flüchtlingsmanagement relevanten kommunalen Einrichtungen an die GeoIT-Dienste

  • Einrichtung eines Runden Tisches GeoIT für das Flüchtlingsmanagement und Benennung einer koordinierenden Stelle „GeoIT für das Flüchtlingsmanagement“

  • Nutzung von GeoIT-Diensten mit dem aktuellen Stand der Internettechnologie bei Bund, Ländern und Kommunen

  • Nutzung von Satellitenbildern für kontinuierliche Situationsanalysen

  • Weiterentwicklung der Nutzung von GeoIT in der Entwicklungszusammenarbeit

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IV. Ansprechpartner für weitere Informationen:

Deutscher Dachverband für Geoinformation e.V. (DDGI)
Dr. Andreas Müterthies (Koordinator der Taskforce Flüchtlingsmanagement)
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Adresse der Geschäftsstelle:

Hügelstraße 15
42277 Wuppertal
Tel.: 0202-4788724
Fax: 0202-4788725
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Web: www.ddgi.de

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Anhang

 

Beispiel 1: Ortspläne speziell für Flüchtlinge (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, LGLN)

Wo finde ich einen Arzt? Wo sind Bushaltestellen, Bereiche mit freiem WLAN, Apotheken, Schulen, Kindergärten und Supermärkte? Wie komme ich zum Rathaus oder zu Adressen, an denen Sprachunterricht stattfindet? Ortspläne mit Antworten auf diese und andere Orientierungsfragen von Flüchtlingen erstellen auf Wunsch und in Zusammenarbeit mit Kommunen oder Hilfsorganisationen die Dezernate für Geodatenmanagement in den Regionaldirektionen des LGLN (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen).

Die Idee zu dem speziellen Kartenwerk kam aus dem Netzwerk „Obernkirchen hilft". Entwickelt wurde daraufhin das erste Exemplar von Thomas Stübke, Dezernent in der Regionaldirektion Hameln-Hannover des LGLN, und seinem Team. „Wir arbeiten vorwiegend mit Symbolen, denn diese kann man auch ohne Kenntnisse der deutschen Sprache verstehen", erläutert Stübke und ergänzt: "Um den Flüchtlingen die Benutzung der Karte zu erleichtern, haben wir eine Erklärung der Symbole beispielsweise in Englisch, Französisch oder Arabisch mit aufgeführt." Jetzt stellt er die Planvorlage den Kollegen anderer Regionaldirektionen zur Verfügung.

Abbildung 1 Kartenbeispiel Ortsplan fuer Fluechtlinge des LGLN
Abbildung 1: Kartenbeispiel des LGLN: Ortsplan für Flüchtlinge
 

Das Land Niedersachen hat per Erlass geregelt, dass alle niedersächsischen Standorte des LGLN solche Karten im Auftrag und mit Hilfe von Kommunen oder Hilfsorganisationen erstellen und abgeben können. Kosten entstehen dafür nicht, aber die flüchtlingsrelevanten Informationen sind nicht im Datenbestand des LGLN enthalten und müssen von Dritten beigebracht werden. Die Mitarbeiter des LGLN kombinieren die Informationen mit den Geobasisdaten und liefern anschließend einen digitalen Ortsplan. Dieser kann dann nach Belieben auf Papier vervielfältigt oder digital verschickt werden.

„Wir freuen uns, dass wir Kommunen und Hilfsorganisationen mit unserem Knowhow unterstützen und damit auch den Flüchtlingen helfen dürfen. Etwas Bearbeitungszeit muss eingeplant werden, aber wenn wir die Zusatzinformationen vernünftig geliefert bekommen, können wir in der Regel zügig einen Ortsplan fertig stellen," teilt Doris Kleinwächter, Leiterin der Unternehmenskommunikation des LGLN, mit.

Ansprechpartner sind in den Dezernaten Geodatenmanagement der Regionaldirektionen des LGLN zu finden.

Ansprechpartnerin beim Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN):

Doris Kleinwächter
Leiterin der Unternehmenskommunikation
Podbielskistraße 331, 30659 Hannover
Tel.: +49 511 64609-384
Mobil: +49 176 62238204
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Beispiel 2: Baulücken- und Leerstandskataster (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, LGLN)

Erfassung und Anzeige von Leerständen und Baulücken. Erhobene Daten geben zum Beispiel Auskunft über räumliche Häufungen von bestehenden Wohn- und Gewerbeleerständen, über Innenentwicklungspotenziale oder drohende Leerstände.

Derzeitige Nutzung für Flüchtlingshilfe: Kommunen können kostenpflichtig für 450 € (Jährlich?) auf Anfrage das Baulücken- und Leerstandskataster für ihr Gemeindegebiet erstellen lassen und somit wahrscheinlich leerstehende Wohngebäude ermitteln, die für die Flüchtlingsunterbringung ggf. genutzt werden können. Der Service des LGLN ist möglich, da die Verknüpfung der Einwohnermeldedaten mit dem Gebäudekataster durch den Datenschutzbeauftragten des Landes Niedersachsen für interne Zwecke genehmigt wurde.

Weitergehender Bedarf in der Flüchtlingshilfe: Der Dienst ist in dieser Form in anderen Ländern nicht verfügbar und sollte dort wenn möglich auch angeboten werden.
Link zur Dienstbeschreibung: http://www.gll.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=10605&article_id=111411&_psmand=34

Abbildung 2 Diensteangebot Bauluecken und Leerstandskataster des LGLN
Abbildung 2: Diensteangebot Baulücken- und Leerstandskataster des LGLN

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Beispiel 3: Karten- und Routingdienste (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie,BKG)

Sie wollen bei der Bewältigung der bestehenden gesellschaftlichen Herausforderungen aufgrund der Flüchtlingslage tatkräftig mitwirken? Sie benötigen eine Kartengrundlage zur europaweiten räumlichen Orientierung, möchten eine Einsatzplanung vornehmen oder einen Internetkartendienst entwickeln? Dann können Sie auf ein kostenfreies Angebot des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) zugreifen.

Das BKG unterstützt alle nichtkommerziellen Vorhaben von Verwaltungsstellen des Bundes, der Länder, der Kommunen sowie von Nicht-Regierungsorganisationen und Unternehmen bei der Bewältigung der Flüchtlingslage mit der sofortigen gebührenfreien Bereitstellung des europaweiten Darstellungsdienstes TopPlus-Web-Refugees, des deutschlandweiten Geokodierungsdienstes der Vermessungsverwaltungen der Länder sowie eines Routingdienstes bis zum 31.12.2017.

Link zur Dienstbeschreibung: http://www.geodatenzentrum.de/geodaten/gdz_rahmen.gdz_div?gdz_spr=deu&gdz_akt_zeile=4&gdz_anz_zeile=5&gdz_unt_zeile=0&gdz_user_id=0

Abbildung 3 Geodatendienste des BKG zur Bewaeltigung der Fluechtlingslage
Abbildung 3: Geodatendienste des BKG zur Bewältigung der Flüchtlingslage

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Beispiel 4: Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung Bund (KoSt FV Bund)

Bei der Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung Bund (KoSt FV Bund) wird die Steuerung der Verteilung der Flüchtlinge durch raumbezogene Lagedarstellungen unterstützt. Die Aufgabe, die Flüchtlingsverteilung zu koordinieren und den Verteilungsprozess abzuwickeln wurde vom 21.09. bis zum 31.10.2015 vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern (BMI) durchgeführt. Seit 01.11.2015 erfolgt die Koordinierung durch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Abbildung 4 Fluechtlingsverteilung in Deutschland
Abbildung 4: Flüchtlingsverteilung in Deutschland (keine aktuellen Daten)
 

Der Stab der KoST FV Bund wird durch das Geo-Team des BBK unterstützt, das mithilfe des eigenen FME-Servers (Feature Manipulation Engine) die dort bearbeiteten Excel-Daten automatisiert grafisch aufbereitet und in Lagebildansichten darstellt. Zusätzlich werden Satellitenbildaufnahmen der Grenzübergänge des Zentrums für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) als Dienst eingebunden. Basisdaten des Bundesamtes für Kartographie (BKG) sind als Kartengrundlage verfügbar.

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Beispiel 5: Geo-IT-Infrastruktur für das Flüchtlingsmanagement in Rheinland-Pfalz und im Kreis Bernkastel-Wittlich

Das Land Rheinland-Pfalz nimmt am Disaster Response Programm der Firma Esri teil. Damit wurde eine Geo-IT-Infrastruktur für das Flüchtlingsmanagement im Rechenzentrum des Landes Rheinland-Pfalz innerhalb kürzester Zeit mit kostenfrei zur Verfügung gestellter ArcGIS-Software aufgebaut.
Die Anforderungen der Flüchtlingskoordination an die Planung und den Betrieb von Erstaufnahmeeinrichtungen (Belegungen, Kapazitäten, Identifikation von Landesliegenschaften, Editierung zur Aktualisierung etc.) konnten die Mitarbeiter der Landesvermessung (Team von bis zu fünf Personen) nach nur zwei Tagen Schulung selbstständig umsetzen.
Gegenwärtig befindet sich die Lösung im operativen Betrieb, genutzt vom Innenministerium und nachgeordneten Behörden.
Je nach Aufgabenstellung werden fokussierte Anwendungen konfiguriert und für die jeweilige Nutzergruppe zur Verfügung gestellt. Alle Anwendungen setzen auf Standardtechnologie und sind geräteunabhängig einsetzbar.
Die erstellten Applikationen lassen sich flexibel von weiteren Nutzern verwenden. Hierbei ist der hybride Betrieb – personalisierter Zugriff über das Cloud-Angebot von Esri (ArcGIS Online) auf Dienste des Landes aus dem Rechenzentrum (Portal for ArcGIS) – angedacht.

Abbildung 5 Webseite des Trainer Portals
Abbildung 5: Webseite des Portals mit Übersicht zur direkten Auswahl und Aufrufen der Anwendungen (Darstellung entspricht Trainingsansicht; Original Portalseite aus Rheinland-Pfalz darf aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden)

 

Abbildung 6 Anwendung zur Erfassung neuer Aufnahmeeinrichtungen
Abbildung 6: Anwendung zur Erfassung neuer Aufnahmeeinrichtungen mit vordefinierte Auswahl für Einrichtungen in Betrieb und in Planung; Nutzergruppe: Mitarbeiter der Flüchtlingskoordinierungsstelle des Landes

 

Abbildung 7 Anwendung zur Suche nach geeigneten Flaechen
Abbildung 7: Anwendung zur Suche nach geeigneten Flächen für Aufnahmeeinrichtungen; Darstellung aller Liegenschaften (Daten-Basis ALKIS) des Landes ohne Waldflächen; Vereinfachte Visualisierung durch nach Größe klassifizierte Punktsymbole; Markerfunktion mit Bewertung und zur weiteren Prüfung von Flächen; Nutzergruppe: Mitarbeiter des Innenministeriums

 

Neben der Landesvermessung Rheinland Pfalz hat sich auch die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich entschieden im eigenen Verantwortungsbereich ein Managementsystem für Zuwanderer mit Geo-IT umzusetzen.

Hier entstanden weitere Lösungen mit ArcGIS-Technologie aus dem Hause Esri, die über das Disaster Response Program bezogen wurde. Anwendungsfälle waren neben der Verteilung der Zuwanderer in die Ortsgemeinden des Kreises auch die Einwerbung von freistehendem Wohnraum und dessen Verwaltung über WebGIS-Anwendung sowie verschiedene informative Darstellungen der Zuwanderungssituation im Landkreis.

Das Disaster Response Program richtet sich in der Flüchtlingssituation aber auch allgemein in allen Gefahren- und Krisensituationen an jede öffentliche bzw. gemeinnützige Körperschaft, die mit Hilfe von Geotechnologie eigene Arbeitsabläufe effizienter gestalten wollen.

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Beispiel 6: Monitoring von Fluchtrouten und Flüchtlingslagern mit Satellitenbildern

Satellitenbilder wie die in Abb. 8 (Siehe nächste Seite) dargestellten Aufnahmen des Flüchtlingslagers Idomeni können weltweit zum Monitoring der Entwicklung von Flüchtlingslagern genutzt werden.

 

Abbildung 8 1 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.1 Abbildung 8 2 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.2
 Abbildung 8 3 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.3  Abbildung 8 4 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.4
 Abbildung 8 5 Zeitreihe Satellitenbilder Worldview2 Lager Idomeni 8.5  

Abbildung 8: Zeitreihe von Worldview2-Satellitenbildern zur Entwicklung des Flüchtlingslagers Idomeni. Von Bild 8.1 bis 8.5: 04.11.2015, 21.01.2016, 02.03.2016, 19.03.2016, 03.06.2016. Copyright: European Space Imaging.
 

Auch das Monitoring von Fluchtrouten z.B. an Grenzübergängen außerhalb der EU (wie in Abb. 9 für einen Grenzübergang in Nordafrika gezeigt) kann frühzeitig wichtige Informationen über die zu erwartende Anzahl von Flüchtlingen je Route bereitstellen.

Abbildung 9 Grenzuebergang zwischen Tunesien und Libyen

 Abbildung 9: Grenzübergang zwischen Tunesien und Libyen bei Ras Ajdir aufgenommen von WorldView-2. Personen und Infrastrukturen sind erkennbar. Copyright: European Space Imaging.

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Anhang B:

Mitglieder der Taskforce

Die aktuellen Mitglieder der Taskforce "Flüchtlingsmanagement" (in alphabetischer Reihenfolge) finden Sie auf der Taskforceseite der DDGI-Website.


pdf Positionspapier - Geoinformation und Flüchtlingsmanagement (1.52 MB) (DE) als PDF-Download

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